Schließsysteme II 6

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K4 Schließsysteme II 6 176 von 462 Schließanlagen (mechatronisch / elektronisch) 2. Mechatronische Schließsysteme Mechatronische Schließzylinder ergänzen die mechanische Schließung durch ein elektronisches Sperrelement. Der Schlüssel wird wie bisher in den Zylinder eingeführt und gedreht. Im Zylinder kontrollieren die mechanischen Zuhaltungen und der Chip die entsprechenden Codierungen (mechanische als auch elektronische) des Schlüssels und geben bei Berechtigung den Schließvorgang frei. Für den Schließzylinder wird keine Verkabelung benötigt. Eine Batterie im Schlüssel versorgt den Schließzylinder während der Bedienung mit Energie. Die Lebensdauer der Batterie sollte mindestens zwei Jahre betragen. Durch die Prüfung der Schließberechtigung über den Schlüssel (elektronische Identifikationsmittel wie RFID-Transponder, Chip- Karte, Bluetooth etc.) kann der Zutritt mit entsprechender Verwaltungssoftware und Programmiergeräten ausgelesen und protokolliert werden. Mechatronische Schließsysteme (in Kombination mit einer mechanischen Schließanlage) sind eine interessante Alternative zu mechanischen und rein elektronischen Schließanlagen. So ist es z.B. möglich, sensible Bereiche, wie Haupteingangstüren, Serverräume oder auch Schrankenanlagen und Rolltore mit mechatronischen Schließsystemen auszurüsten. Nebenräume oder Putzräume bleiben weiterhin bei mechanischen Schließzylindern. Die Folgekosten entsprechen im Wesentlichen den Folgekosten bei der mechanischen Anlage. Schlüssel und Schlösser mechanischer Anlagen können nicht bevorratet werden, da im Vorfeld nicht absehbar ist, welcher Zylinder ausfällt oder welcher Schlüssel verloren geht und welche Zylinder bei einem Schlüsselverlust ausgetauscht werden müssen. Elektronische Anlagenteile können in geringen Stückzahlen bevorratet werden, da diese vom Nutzer erst bei Bedarf programmiert und dadurch Bestandteil der Schließmatrix werden. 2. Elektronische Schließsysteme Bei vollelektronischen Schließsystemen wird der Code nicht mehr über die Form des Schlüssels gegeben. Die Freigabe für einen Schließvorgang / Schließereignis erfolgt ausschließlich auf elektronischem Wege über eine Funkstrecke. Es wird ein elektronisches Identifikationsmerkmal abgefragt. Dann erfolgt – bei Übereinstimmung - eine elektromechanische Einkupplung des Zylinderkerns. Der Schließbart kann dann mit einem Knauf bzw. Schlüssel zur Betätigung des Türschlosses gedreht werden. Ausführungen: Elektronische Schließzylinder mit Batterie im Innenknauf. Bedienung mit batteriebetriebenem Aktivtransponder (oder Bedienung mit einem Passivtransponder. Elektronische Schließzylinder sowie elektronischer Schlüssel ohne Batterie, mit interner Energieerzeugung durch Einführen des Schlüssels. (Iloq) Elektronische Schließzylinder mit Batterie im Profilzylinder. Bedienung mit einem Passivtransponder (als Schlüssel zum Einführen in den Zylinder) oder Passiv und Aktivtransponder (Winkhaus). Elektronische Schließzylinder mit Batterie im Schlüssel. Bedienung mit einem Aktivtransponder als Schlüssel zum Einführen in den Zylinder (IKON VersoCliq, ECliq). Beschlag mit integrierter Elektronik (Elektronischer Beschlagleser). FSB, Winkhaus, CES etc Bei elektronischen Schließanlagen sind bauliche Maßnahmen und Vorgaben (Denkmalschutz – Form des Zylinders) zu beachten: Unterputz-Schaltdosen, Netzknoten-Anordnung, Kabelübergänge, Leerrohre. Bei Bestandstüren / Funktionstüren können Eingriffe in die konfektionierte Tür und ihre Konstruktionsmerkmale zum Verlust der Zertifizierung oder der Zulassung führen. Nach Untersuchungen an der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover (Institut für Mikroelektronische Systeme, „IMS“) 2) liegen die Investitionskosten für elektronische Schließsysteme um den Faktor 3 – 10 höher als bei mechanischen Anlagen. Folgekosten: Bei der elektronischen Anlage sind in Zeitabständen von mehreren Jahren Batterien zu wechseln und verlorene elektronische Schlüssel zu ersetzen. Alle weiteren Aufwendungen liegen in der Umprogrammierung der Anlage. Das Wechseln der Batterien aus Umweltschutz- und Kostengründen entfällt, wenn batterielose elektronische Schließzylinder eingesetzt werden. 2) http://www.ims.uni-hannover.de/pubget.php?uid=565 Sicherheit 032017 13.03.2017 Schließsysteme II 6 Unverbindl. Preise + MwSt


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